Tanztheater: Tanz & Ausdruckstherapie

Tanztheaterleitung: Andrea Christin Wiederin


Das Angebot der Tanz & Ausdruckstherapie
richtet sich gleichermaßen an Jugendliche und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen

Tanz & Ausdruckstherapie  entwickelt aus der Musik und den Bewegungsformen, lehrt die Gruppe das exakte Hinhören zu musikalischen Themen und Motiven und wirkt somit auf den Körper, Geist und Psyche. Die Therapeutin nimmt wahr, wie sich der Mensch körperlich und bewegungsmäßig organisiert in Bezug auf Koordination, Raum, Zeit und Energie. Die vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der Bewegungsebene, der Wahrnehmung, das bewusste Erleben der individuellen Körpersprache werden genutzt und durch gezielte Hilfestellung gestärkt und erweitert. Die gefestigte und neu gewonnene Fähigkeit des individuellen Bewegungsrepertoires und der Wahrnehmung stärkt und erhöht das Selbstbewusstsein, die Vitalität und die Lebensfreude. Die Tänzer/innen zeichnen sich nicht durch hohe tanztechnische Fertigkeiten oder exzellente ästhetische Bewegungen aus, sondern stehen auf der Bühne als individuelle Persönlichkeiten mit ihrem spezifischen Können, ihren Schwierigkeiten ihren Eigen- und Besonderheiten.
Quelle
: Andrea Christin Wiederin

 

 

 

 

 

 


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Andrea Christin Wiederin

 

                                       

                              Tanztheaters Arche-Noah-Wien

                        (das Tanztheater findet immer am Donnerstag von 17:30 bis 18: 15 statt)

Kontakt
& Angebotsinformation
en:
Autistenzentrum Arche Noah:
Verein zur beruflichen und sozialen Rehabilitation und Integration von Autisten und Menschen mit anderer Behinderung

Tanztheaterleitung
:Andrea Christin Wiederin
Festnetznummer: 01/ 317 70 28 oder Mobiltelefon: 0664 / 21 90 111
Sekretär: Florian Horak
Telefon: 01/319 99 09 – 10   Fax:  01/319 99 09 – 13
Adresse
: 1090 Wien Hahngasse 24 – 26
Homepage: www.autismus.at

 



Ur-Tanzform: Mysterium der Ekstase

• Entstehung des Tanztheaters "Arche-Noah-Wien"

• Die Tanztheatergruppe
wurde im September 2001 von Frau Dr. Elvira Muchitsch und Frau Prof. Margit Schneider gegründet. Anlass war eine Benefizvorstellung des European- Group- Theater, Ende Oktober 2001, für Angehörige von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus. Eingeladen wurden auch Fachleute aus allen Professionen.

• Ricky May (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterdirektorin, Sängerin, Choreografin) stellte in dem preisgekrönten Stück Spoonface Steinberg von Lee Hall ein krebskrankes, autistisches Mädchen dar.
Das autistische, krebskranke Mädchen Spoonface erzählt in der Erwartung des Todes von seinem kurzen Leben, verbindet dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, lobt die Musik und den Gesang.
Für die fachliche Beratung setzte sie sich mit dem Zentrum für Autismus und spezielle Entwicklungsstörungen in Verbindung. Während dieser Zusammenarbeit entstand die Idee zu einer Art Einführung in die Welt des Autismus, die von Menschen mit Autismus dargestellt werden sollte.
Die Gruppe des "Tanztheaters Arche Noah" setzt sich aus berufstätigen Erwachsenen, die von klein auf eine therapeutische Begleitung im Zentrum für Autismus und spezielle Entwicklungsstörungen hatten, zusammen.


SPOONFACE STEINBERG von Lee Hall/ Österreichische Erstaufführung

(Produktion: European Group Theatre, Direktion: Ricky May Regie: Helga Fraunholz, Bühnenbild: Eduard Neversal)
 

Der britische Autor Lee Hall stellt mit seinem preisgekrönten Monolog "Spoonface Steinberg" gleich mehrere Themen zur Diskussion (gesellschaftliche Ausgrenzung, Krankheit, Schmerz und Tod). Themen und Diskussionen machen betroffen! Neben seiner Kritik an einer Menschen verachtenden, wahrhaft autistischen Gesellschaft, die weder den Lebenden noch den Sterbenden Wärme entgegen bringt, geht es ihm nämlich auch um die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt. Spoonface sagt: "Gott hat die traurigsten Sachen gemacht, damit wir menschlich sind."

 


 

 

Rhythmus

Winzige Teilchen innerhalb des Atoms kreisen in einem ultramikroskopischen Kosmos, während im Universum Sterne und Milchstraßen ihre unermesslichen Wege in ständiger Gleichmäßigkeit verfolgen. Auch die Menschen selbst, so ruhig und unbeweglich sie erscheinen mögen, sind in dauernder rhythmischer Bewegung. Der Tanz und das Mysterium der Ekstase des Menschen kann man von vielen Gesichtspunkten aus betrachten. Als strenger Historiker kann man versuchen, die Entwicklung des Tanzes, die verschiedenen Aspekte des Tanzrituals und der Volks- und Ausdruckstänze genau zu beschreiben.

Ein Choreograph betrachtet die Schwierigkeit der Tanztechnik, während ein Psychologe sich in die Verschiedenheit der symbolischen Bedeutung der Pantomime vertiefen wird und über Gebärde und Tanz sprechen kann, ohne je sein leidenschaftliches Wesen auszukosten. Manche Studenten beachten nur die Elemente des Tanzes und übersehen gänzlich seine symbolische Schönheit.
Durch rhythmisches Zusammenspiel von Körper und Geist werden Gefühle und Gemütsregungen auf uns übertragen und können irdische Leidenschaften in uns aufpeitschen oder weltentrückte Ekstasen bewirken. Der Rhythmus in uns und die Einwirkung des Rhythmus der Außenwelt verändert die Erscheinung und seelische Haltung eines Menschen. Versetzen wir uns eine Zeitlang in einen veränderten Zustand des Empfangens und Wiedererklingens. Dieses individuelle Tanz-Oszillieren als Antwort auf äußert Einflüsse können wir überall feststellen. Auf diese Art verständigen sich die Tiere miteinander. Durch tanzende Bewegungen ihres Hinterleibs teilen die Bienen ihrem Schwarm mit, wo sie Honig gefunden haben. Der Tanz als erotische Anziehung führt weit in die Geschichte des Tierreiches zurück. In der Paarungszeit locken Rhythmus und Tanz und das farbenprächtige Hochzeitskleid das andere Geschlecht an.

Es gibt keine Liebe ohne Tanz, so zurückhaltend dieser Tanz auch sein mag. Sogar während einer Unterhaltung, "tanzen" die Menschen durch Blick, Gestik, Mimik, Sprache (verbal oder nonverbal) und Körperposen entweder aufeinander zu oder voneinander weg. Schon der griechische Philosoph Pythagoras betrachtete in seiner Harmonie der Sphären das Universum als eine Symphonie von Wellen und Rhythmen.

Der tanzende Mensch kann im Einklang mit dem Universum sein, wenn ihm der Tanz zu höchsten Ekstase und zum Gefühl des Eins Seins mit der Schöpfung verhilft, aber er kann auch in Disharmonie verfallen, verloren in den Tiefen der Verwirrung und Verstörung. So ist der Tanz eine ekstatische heilige Handlung oder er zieht den Menschen in die Hölle des Tanzwahns und chaotischer Gefühle hinunter.

Bharatanatyam


Tanzkunst der höchsten Ekstase,
heilige Handlung
Eins-Seins mit der Schöpfung
Eins-Seins mit dem Universum

 

Die Elemente der Musik

Die Musik besteht aus vier Elementen, dem zeitlichen, dem klanglichen, dem dynamischen und dem formalen. Allerdings können wir keines dieser Elemente aus dem Zusammenhang mit den andern herauslösen, denn keines ist allein für sich schon "Musik". Ein jedes aber hat einen bestimmten erzieherischen Wert in sich und übt eine bestimmte Wirkung auf den Menschen aus.

1. Das zeitliche Element

Dieses wird im Allgemeinen als Rhythmus bezeichnet. Es umfasst jedoch nicht nur die Notenwerte, sondern auch den Takt, das Metrum, das Tempo und alle die zeitlichen Nuancierungen (Abstufung, Schattierung, Tönung, Unterschied, Zwischenton), wie accelerando (beschleunigend, allmählich schneller werdend) ritenuto (Verzögerung des Tempos) und andere mehr. Das Zeitliche ist das Moment der Bewegung in der Musik. Allein schon durch das Anhören des Bewegungsmomentes werden im Zuhörer Bewegungsvorstellungen ausgelöst und wird das gesamte Nervensystem angesprochen. Kann sich der Mensch gleichzeitig bewegen, d.h. kann er die zeitlichen Abläufe nicht nur anhören, sondern in Bewegung umsetzen, wie es beispielsweise in der Rhythmik der Fall ist, so bilden sich dadurch seine motorischen und sensorischen Fähigkeiten aus. Der Wechsel zwischen kurz und lang, das Umschalten von gleichmäßig verlaufenden Motiven in ganz anders geartete, durch Pausen bedingte Unterbrechung, das nach und nach Schneller- oder Langsamerwerden, dies alles verlangt, um richtig ausgeführt zu werden, eine große Beherrschung und Verfeinerung der Motorik. Diese Beherrschung ist nur zu erreichen durch eine systematische Schulung, begonnen mit einfachen großen Bewegungen, die nach und nach zu immer komplizierteren und differenzierteren kleinen Bewegungen steigert erden. Große Bewegungen sind leichter auszuführen als kleine, die ein viel komplizierteres Zusammenspiel der verschiedenen Muskeln und Nerven verlangen. Dies alles gilt nicht nur für die rein körperliche Rhythmik, sondern ebenso sehr für die senso-motorische Schulung. Im Allgemeinen, handelt es sich um die Spieltechnik irgendeines Instrumentes oder um die Ausbildung in irgendeiner Berufstechnik. Jahrelange Erfahrurgen bestätigen dass die Bewegtheit in der Musik die inneren und äußeren Bewegungsvorgänge im Menschen weitgehend beeinflussen und entwickeln.

2. Das klangliche Element

Das klangliche Element der Musik dringt ebenso unmittelbar in den Menschen ein wie das zeitliche. Aber klangliche Element der Musik dringt tiefer indem es die Sphäre der Seele und des Gemütes berührt. Das klangliche Element kann ein einzelner Ton, eine Folge von Tönen, oder ein Zusammenklang sein. Es kann gut oder schlecht, edel oder gemein sein, immer wird es den Menschen an seiner empfindlichsten Stelle treffen. Darum ist von größter erzieherischer Bedeutung die Qualität der Klänge und nicht die Quantität. Die Erregung, die Erschütterung des Menschen durch Klang geschieht durch den Vibrationssinn, der nicht nur an der Körperoberfläche der Haut sondern auch im Körperinneren vorhanden ist und das ganze Individuum zu einer äußerst fein empfangenden Antenne macht. Allerdings lässt unsere Hast und Lärm erfüllte Zeit es kaum zu, dass sich der Mensch dieses Sinnes bewusst wird, dennoch arbeitet er und übt eine starke Wirkung auf das Seelen- und Gemütsleben des Menschen aus. Untersuchungen auf dem heilpädagogischen Gebiet zeigen, dass eine starke Beeinflussung des Seelischen durch Klang möglich ist. Daher ist es nicht unwichtig mit welchen Klängen oder Musik wir auf die Jugend und auf Menschen mit Beeinträchtigungen einwirken.

3. Die Dynamik

Die Dynamik in der Musik, die alle Stärkegerade vom leisesten bis zum stärksten Ton umfasst, ist natürlicherweise stark an das zeitliche Element gebunden. Beispielsweise löst ein Schnellerwerden oft ein Lauter werden aus. Auch an körperlichen Bewegungen lässt sich die Wechselwirkung von Zeit und Kraft nachweisen. Die Dynamik ist die gestaltende Kraft in der Musik und regt eine dynamische Gestaltungsfähigkeit im Menschen an. Man beobachtet dies besonders gut im Rhythmik-Unterricht. Allerdings im Kleinkindalter spielt oder besser gesagt darf die Dynamik noch keine Rolle spielen, und wir dürfen das Kind zu keiner geladene Musik hinführen. Mit dem Älterwerden des Kindes steigert sich die Beziehung zur Dynamik. Die Reaktion auf dynamische Eindrücke ist am aller stärksten in der Pubertätszeit ersichtlich. Auf dieser Stufe sollte dem Jugendlichen die Gelegenheit gegeben werden seine durch die musikalische Dynamik geweckten schöpferischen Kräfte zu betätigen. Improvisationsübungen auf körperlichem oder musikalischem oder sprachlichem Gebiet sind äußerst wertvoll für die charakterliche Entwicklung des jungen Menschen genauso wie die freie schöpferische Betätigung im Malen, Zeichnen, Modellieren.

4. Die Form

Die Form ist das ordnende Prinzip in der Musik. Der gute Einfluss dieser Ordnung kann sich aber nur dann richtig auswirken, wenn der Erzieher oder Therapeut weiß, welche Form dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes entspricht. Es würde zu weit führen, wollten wir hier ausführlich darlegen, welche Form jeweils erfasst und verarbeitet werden kann. Man erlebt es immer wieder, dass Kinder unterschiedenen Alters, auch Kleinkinder, Kompositionen großer Formen nachsingen und sogar spielen können zum stolz der Eltern. Erfahrene Musikerzieher wissen aber um die Schädigung die aus einer Überfütterung mit Formen, zu deren Verarbeitung das Kind noch nicht fähig ist entstehen können. Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Interesselosigkeit sind Schäden, die daraus erwachsen. Aus den Überlegungen ergibt sich, dass in den vier Elementen Musik die erzieherische Kraft liegt. Voraussetzung ist allerdings, dass zeitliche, das klangliche, das dynamische und das formale Element der Musik in der rechten Weise und zur rechten Zeit an den Menschen herangebracht werden.

Tänzer/innen
Reinhard BOHATSCH Karl HELL Florian HORAK Andrea LEITNER Krista WABEK Ivona GOLIC Samantha ZACHA
Assistent:
Rudi PICHLER Leitung des Tanztheaters:Andrea Christin WIEDERIN


Die Geisterstunde

Programm
 

"Nebeneinander zum Miteinander" (Karneval der Tiere von Camille Saint Saens)

• Nebeneinander

"Vier Jahreszeiten" (von Antonio Vivaldi)

• Frühling

• Sommer

• Herbst

• Winter
 

Tanz – Suite" (mit Tänzen von Johann Strauß I, Josef Strauß und Johann Strauß II)

• Die Libelle

• Russischer Marsch

• Tritsch- Tratsch- Polka

• Champagne Polka

• Der Carneval in Paris

• Im Krapfelwaldl

• Musikalischer Scherz

"Classical mit Traditional Mix"

• Yahova Na Mora -
Andhra Christian Hymn (Indian Classical Dance Worship - Bharatanatyam)
Mama Africa - Sanctuary of the Moving
• Beautiful Umbrella Dance (China)
 
Human Piano Keys
Kalinka - Russian Popular Dance

 

Foto: in arbeit ...

   

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